Transdisziplinärer Austausch zu Hitzeschutz
News vom 02.04.2025
Die vergangene Woche stand im Zeichen des transdisziplinären Austauschs zu Hitzerisiken und Hitzeschutz:
Am 22. März gab Leonie Reuter im Humboldt Forum einen Input zu „Hitzerisiken in Berlin. Sozialwissenschaftliche Perspektiven und Anknüpfungspunkte für partizipative Forschung“. Der Vortrag und der daran anschließende transdisziplinäre Austausch fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe WasserWissen des TD-Labs der Berlin University Alliance (BUA) statt. Mit der Methode des Wissensatlas wurden vorhandene Wissensbestände und Wissenslücken unter den Teilnehmenden eruiert und gemeinsam Forschungsbedarfe identifiziert.
Am 25. März nahm Leonie Reuter für die KFS am Frühjahresworkshop des Aktionsbündnisses Hitzeschutz Berlin teil. Akteur*innen aus der Verwaltung, dem Pflege- und Gesundheitssektor, dem Stadtplanungs- und Bauwesen und dem Katastrophenschutz diskutierten über die Zukunft des Hitzeschutzes. Dabei ging es u.a. um bauliche und stadtplanerische Maßnahmen, aber auch um kommunikative Interventionen, wie z.B. den bundesweiten Hitzeaktionstag.
Am 27. März wurde schließlich im Rahmen der Fachtagung Katastrophenvorsorge der Workshop „Extreme Hitze und Hitzewarnungen – ein Fall für den Katastrophenschutz?“ durchgeführt, den Theresa Zimmermann aus der Perspektive der sozialwissenschaftlichen Katastrophenforschung mitorganisierte. Auch hier stand neben mehreren fachlichen Inputs, u.a. zu Impact-Warnungen, die inter- und transdisziplinäre Vernetzung im Zentrum. Mehr als 70 Teilnehmende aus der Verwaltung, der Wissenschaft und der Praxis diskutierten, welche Rolle der Bevölkerungsschutz bei extremen Hitzeereignissen einnehmen könnte/sollte, wie Hitzewellen sich auf Akteure im Bevölkerungsschutz auswirken kann und welche Formen der Zusammenarbeit es bedarf, um Hitzeereignisse gesamtgesellschaftlich gut bewältigen zu können.
Hitzerisiken betreffen zahlreiche Lebens- und Fachbereiche. Transdisziplinärer Austausch zielt darauf ab, Wissensformen aus diesen verschiedenen Bereichen zu integrieren und möglichst ganzheitliche Ansätze zum Schutz vor Hitze zu entwickeln.