Untersuchung der multidekadischen Variabilität der borealen, winterlichen Stratosphäre und ihre Verbindung mit dem Ozean / Gutachter: Univ.-Prof. Dr. Ulrike Langematz, Dr. Blanca Ayarzagüena
Michelle Breitbach – 2015
Verschiedene Modellsimulationen als auch Beobachtungen haben gezeigt, dass die Variabilität der borealen Stratosphäre im Winter u.a. durch Anomalien in anderen Systemen beeinflusst wird. Dazu gehören die großräumigen Temperaturschwankungen der PDO oder der AMO. Im Rahmen dieser Theorie wird in der vorliegenden Arbeit die Variabilität der Stratosphäre auf der multidekadischen Skala anhand zweier 160-jähriger Simulationsläufe (REF1850 und REF1960) in EMAC-MPIOM versucht zu reproduzieren. Dabei zeigt sich zunächst eine gute Vergleichbarkeit der Modell- und Reanalysedaten. Eine Zeitreihe und anschließende Spektralanalyse für beide Läufe ergibt, dass neben vielen kleineren Perioden in beiden Läufen, besonders am Ende des Simulationszeitraumes für REF1850 eine signifikante MSW-Periode von 20 Jahren auftritt. Weiterhin zeigt sich für diesen Lauf, dass positive SST-Anomalien auch eine höhere Anzahl an MSWs zur Folge haben. Das führt zu der Annahme, dass die Antwort der Stratosphäre auf die Veränderungen des Ozeans verspätet eintritt.