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LRAD (Lunar RADiometer)

Das Lunar RADiometer (LRAD) ist ein Infrarot-Radiometer, das die Oberflächentemperatur in einer ständig beschatteten Region (PSR) in der südlichen Polarregion des Mondes messen wird. Warum ist dies wichtig? Mit der Rückkehr der Menschheit auf den Mond im Rahmen des NASA Artemis-Programms (NASA Artemis) entsteht der Bedarf an In-situ-Analysen von Ressourcen, insbesondere von Wasser in Form von Eis, und an detaillierten Kenntnissen der Region. Zu diesem Zweck hat die NASA das Commercial Lunar Payload Service Programm (NASA CLPS - Commercial Lunar Payload Services - NASA) ins Leben gerufen, das private Unternehmen für die Entwicklung, den Bau und den Betrieb von Erkundungsmissionen auf dem Mond finanziert. Einer der Aufträge ging an das texanische New Space Unternehmen Intuitive Machines (Home | Intuitive Machines), das 2024 die Mission IM-2 zur südlichen Polarregion des Mondes fliegen wird. IM-2 wird aus einem Hauptlandegerät, Nova-C, bestehen, das mit einem Bohrer nach Eisvorkommen unter der Oberfläche suchen wird. Nova-C wird auch ein kleineres Fahrzeug tragen, den Micro-Nova Hopper, der eine Reihe von kurzen Flügen über die Oberfläche durchführen und in einer PSR landen wird. Nach aktuellen Theorien könnten solche PSR kalt genug sein, um Wassereis zu speichern. Um dies zu überprüfen, führt der Hopper eine Reihe von Kameras, ein Neutronenspektrometer, das auf das Vorhandensein von Eis reagiert, und LRAD mit sich, um die erste bodennahe Messung der Oberflächentemperatur in einer PSR zu erhalten.

Das Modell des LRAD-Sensorkopfes zusammen mit der LRAD-Elektronik während eines Vibrationstests. (© DLR (CC BY-NC-ND 3.0))

     

LRAD integriert in den Micro-Nova Hopper von Intuitive Machines. Der LRAD-Temperatursensor ist durch eine rote Schutzkappe abgedeckt. (© Intuitive Machines)

Team

Leitung

Prof. Dr. Heike Rauer (DLR)

Management

Dr. Maximilian Hamm (FU)

Dr. Matthias Grott (DLR)

Datenanalyse und Archivierung

Dr. Ramona Ziese (FU)

Kalibrierung und Tests

Dr. Jörg Knollenberg (DLR)

Zusammenarbeit und Förderung

LRAD wurde in Zusammenarbeit zwischen der Freien Universität Berlin und dem Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) unter der Leitung von Prof. Heike Rauer entwickelt. Es basiert auf dem reichen Erbe an Radiometern, die in der Abteilung Planetare Sensorsysteme gebaut wurden. Frühere Radiometer wurden für MASCOT/Hayabusa2 und MMX (Martian Moons eXploration) bereitgestellt.

LRAD wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz auf Basis eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Förderkennzeichen: 50OW2103.